Krupp und Bebel

Queerer Bildungsexpress Brandenburg

Mitschnitt der Online-Veranstaltung vom 19.04.2022

Am 1. Januar 1872 trat im neu gegründeten Deutschen Reich das Reichsstrafgesetz in Kraft, dessen Paragraph 175 sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts unter Strafe stellte, und somit die Verfolgung Homosexueller ermöglichte. Fast zum gleichen Zeitpunkt beginnt auch der Widerstand gegen das Gesetz. Bereits 1897 fand eine Petition des Wissenschaftlich - humanitären Komitees unter Leitung des Sexualwissenschaftlers Magnus Hirschfeld mehr als 1.000 Unterzeichner. Ein Jahr später wurde diese Vorlage sogar von August Bebel (SPD) in den Reichstag eingebracht, allerdings erfolglos. Immerwieder versuchte man, dieses Thema in die Öffentlichkeit zu bringen... Das bedeutete allerdings auch, Menschen öffentlich als Homosexuelle zu outen, und somit als potentielle Straftäter zu diffarmieren. Im Rahmen eines Geschichtsprojektes der Dokumentationsstelle Queeres Brandenburg arbeiten Hannah Beck und Julia Skomski diesen Teil queerer Historie auf.


Das Projekt Krupp und Bebel wurde mit Lottomitteln des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und verbraucherschutz gefördert.

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