Wie ein Kondom Potsdam erregte

CSD Obelisk

„Die Aktion dient nicht der Aids - Aufklärung, sondern schadet ihr. Man würde, statt über Aids, über das Kondom diskutieren. Gefühle der knapp 3.000 Gemeindemitglieder und vieler Touristen würden „zutiefst verletzt“ durch ein „Sexualsymbol“, dass der jüdisch-christlichen Tradition widerspricht.“

(Märkische Allgemeine Zeitung, 26.11.1994)

Ohne große Vorankündigung stülpten die Stadt und das Kulturhaus am alten Markt, die Aids-Hilfe Potsdam, allen voran aber der Schwulenaktivist Uwe Fröhlich, anlässlich der Ausstellung „AidsWelten - Lebenswelten“ dem Potsdamer Obelisken auf dem alten Markt, direkt gegenüber der Nikolaikirche, ein Riesenkondom über. Die Werbeaktion wurde sich aus Paris aus dem Vorjahr (1993) abgeschaut und der selbe Sponsor davon überzeugt 90.000 D-Mark für das Potsdamer Pendant auszugeben. Nicht allen gefiel diese Aktion, sorgte aber dafür, dass die Ausstellung und die Filmveranstaltung im Filmmuseum Potsdam sehr gut besucht wurden.

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