Biografie August Bebel (1840 - 1913)
 

1840

 

Geburt in Deutz bei Köln

 

1846

 

Tod Vater

 

1847 - 1854

 

 

besucht Armen- & Bürgerschule, Wetzlar
Beitrag zum Familienunterhalt durch Heimarbeit

 

1854

 

Tod Mutter

1854 - 1857

 

Drechslerlehre & Arbeit als Geselle, Wetzlar

1858 - 1860

 

Süddeutschland & Österreich: Wanderjahre als Handwerksgeselle

1860

 

Niederlass in Leipzig

1861

 

Mitglied Gewerblichen Bildungsvereins, Selbststudium & geistige Auseinandersetzung mit Ferdinand Lassalle´s Schriften in Folgezeit

1863

 

Teilnahme erster Vereinstag Deutscher Arbeitervereine

1864

 

selbstständiger Drechslermeister, Leipzig

1865

 

Vorsitzender Arbeiterbildungsverein
Annäherung Marxismus durch einflussreiche Bekanntschaft mit Wilhelm Liebknecht

1866

 

 

gemeinsame Gründung Sächsische Volkspartei
Wahl in Norddeutschen Reichstag als Abgeordnete
ein Jahr später Bebel´s Hochzeit mit Eisenbahnarbeiter´s Tochter, Julie Otto

 

1867

 

Bebel wirkt auf politische, ideologische, organisatorische Trennung von liberalen Bourgeoisie als Vorsitzender Verbandes Deutscher Arbeitervereine, Mitglied der IAA (Internationale Arbeiterassoziation)

 

1869

 

Gründung SDAP (Sozialdemokratische Arbeiterpartei) durch Bebel und Liebknecht in Eisenach
Statuen und Programme werden auf marxistischer Grundlage entworfen

 

1871

 

Bebel Mitglied Deutschen Reichstags

 

1872

 

 

gemeinsam mit Liebknecht zweijährige Festungshaft aufgrund "Vorbereitung zum Hochverrat"
weiter neun Monate wegen "Majestätsbeleidigung"
Studium Karl Marx´ und Friedrich Engels´ Werke während Haft
eigene Arbeit zur Strategie, Taktik Sozialdemokratie

 

1875

 

 

 

Erscheinung erstes politisch-historisches Werk Bebel´s "Der deutsche Bauernkrieg"
unmittelbare Teilnahme der SDAP und des  Allgemein Deutschen Arbeitervereins zur SAP in Gotha nach Haftentlassung
kritisiert das Lassalles Ideen geprägtes Gothaer Programm der Partei, zurückhaltende Äußerung zum Schutz Einheit der Arbeiterbewegung 

 

1878 - 1890

 

wird im Reichstag schärfster Kritiker der politischen Zustande im Deutschen Reich in Zeit der "Sozialgesetze"
Verdreifachung SAP´s Stimmen bei Reichstagswahlen trotz scharfer Repressionen

 

1879

 

 

in Deutschland illegale Erscheinung "Die Frau und der Sozialismus" (wichtigstes publizistisches Werk Bebel´s)
mehrfache Umarbeitung und Ergänzung
meistgelesene marxistische Schrift bis Jahrhundertwende

 

1880

 

erste Begegnung mit Marx und Engels persönlich

 

1881

 

Ausweisung Leipzig und Umsiedlung Dresden aufgrund seiner politischen Betätigung

 

1883 - 1907

 

ca. 100 erschienene Beiträge in "Die neue Zeit" (theoretisches Organ der damaligen Sozialdemokratie)

 

1892

 

Wahl Bebel´s in Parteivorsitz
Entwicklung SPD zur Massenpartei

 

1900

 

Wendung im Reichstag gegen Intervention deutschen Imperialismus in China 

 

1903

 

 

Bekennung revolutionären Marxismus auf Dresdener Parteitag der SPD
"Ich will der Todfeind dieser bürgerlichen Gesellschaft und Staatsordnung bleiben, um sie in ihren Existenzbedingungen zu untergraben, und sie, wenn ich kann, beseitigen."

 

1909 - 1913

 

überwiegender Aufenthalt in Schweiz nach Tod seiner Frau
Arbeit an Biografie "Aus meinem Leben"

 

1912

 

Rede über Frieden und Völkerverständigung auf Sozialistenkongress in Basel während Balkankrieg

 

1913

 

Tod August Bebel an Herzleiden
Teilnahme zehntausender Menschen an Trauerfeier

 

 


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